Zahlen-Analyse am Tablet

Wie bekommen wir mit SAP CCM einen Return-on-Invest (ROI)?

Haben Sie sich nicht eigentlich auch schon häufiger gefragt, wo der tatsächliche Mehrwert einer Umstellung auf SAP S/4HANA liegt? Warum werden diese enorm hohen Millionensummen in SAP-Beratungsdienstleister und IT-Projekten investiert und wie entsteht daraus am Ende ein messbarer Return-on-Invest (ROI) für unser Unternehmen?

Die gängigen Antworten darauf sind doch meist im Grunde unbefriedigend:

  • Das bisherige SAP-System läuft aus der Wartung und erhält keinen Support mehr vom Softwarehersteller.
  • Funktionale Weiterentwicklungen erfolgen ausschließlich in SAP FIORI, der neuen webbasierten Benutzeroberfläche.
  • Wichtige zentrale Funktionen wie der SD-Kundenbonus sind in S/4HANA nur noch über das Modul Condition Contract Management (CCM) nutzbar.

Doch ist das wirklich alles?

Die gute Nachricht: Nein, es gibt deutlich mehr Potenzial. Die schlechte Nachricht: Dieses Potenzial wird weder von der SAP AG selbst noch von den üblichen Beratungshäusern oder klassischen IT-Projekten aktiv kommuniziert.

Beginnen wir mit der guten Nachricht:

SAP S/4 HANA ermöglicht es, neue und innovative Geschäftsmodelle umzusetzen – häufig ganz ohne individuelle ABAP-Entwicklung, sondern ausschließlich über Customizing. Gleichzeitig lassen sich echte digitale Arbeitsplätze schaffen, mit Benutzeroberflächen, die so intuitiv sind wie moderne Smartphone-Apps. Vor allem aber bietet das Modul SAP CCM die Möglichkeit, nachhaltig und dauerhaft erhebliche Cash-Back-Potenziale zu realisieren – oft in einer Größenordnung, die die Einführungskosten um ein Vielfaches übersteigt.

Wie funktioniert das?

Vereinfacht gesagt werden über sogenannte Konditionskontrakte nachträgliche Konditionen zu definierten Zeitpunkten und Geschäftsvorfällen abgerechnet. Ein einfaches Beispiel dazu:
Ein Einkäufer und ein Verkäufer vereinbaren, dass bei einem Jahresumsatz von 100 Euro für ein Produkt ein nachträglicher Rabatt von 5 Prozent gewährt wird. Das ergibt 5,- Euro Rückvergütung am Periodenende.

In der Praxis ist dieser Prozess jedoch von vielen Faktoren abhängig: Einkaufsstrategie, Produktstruktur, Marktsituation, Wettbewerb – und vor allem von einem IT-System, das den gesamten Ablauf von der Datensammlung bis zur rechtskonformen Abrechnung automatisiert abbilden kann. Genau hier liegt die Stärke von SAP CCM. Denn das System beherrscht diese Prozesse vollständig und transparent. Was jedoch häufig fehlt, ist die Beratungskompetenz, dieses Potenzial richtig zu erkennen und in ein sinnvolles Einführungskonzept zu überführen.

Damit sind wir wieder bei der schlechten Nachricht.

In vielen Branchen – mit Ausnahme des Handels – werden nachträgliche Konditionen kaum eingesetzt. Und im produzierenden Gewerbe mit engen Margen im direkten Materialeinkauf ist das auch nachvollziehbar. Doch außerhalb der Produktionsmaterialien, etwa bei Ersatzteilen, Dienstleistungen oder Katalogbestellungen, liegt ein enormes ungenutztes Potenzial.

Ein Praxisbeispiel:
Ein mittelständisches Produktionsunternehmen mit rund 3 Milliarden Euro Umsatz und etwa 600 Millionen Euro Einkaufsvolumen für Dienstleistungen, Ersatzteile und sonstige nicht produktionsrelevante Materialien. Werden in diesen Bereichen keine nachträglichen Konditionen eingesetzt – sei es aus Mangel an technischer Unterstützung oder fehlender Beratung (mit SAP CCM lassen sich erfahrungsgemäß zwischen 3 und 10 Prozent des Einkaufsvolumens realisieren) – so gehen bedeutende Summen an möglichen Rückvergütungen verloren. Bei einem konservativen Mittelwert von 5 Prozent entspricht das rund 30 Millionen Euro pro Jahr – dauerhaft.

Da dieser Aspekt bei vielen S/4-HANA-Migrationsprojekten gar nicht eingeplant ist, wird er häufig nicht umgesetzt. Bis zu einer möglichen späteren Einführung gehen Jahr für Jahr erhebliche Beträge verloren – sofern es überhaupt dazu kommt. Weder IT-Abteilungen noch Beratungshäuser treiben dieses Thema aktiv voran, da der Fokus oft auf anderen, (für die Beratungshäuser) margenstärkeren Projektinhalten liegt.

Fazit:

Mit der Einführung von SAP S/4 HANA ist ein echter Return on Investment möglich. Der gezielte Einsatz von SAP CCM im Einkauf kann dabei ein zentraler Erfolgsfaktor sein – wenn auch nicht der Einzige. Wir empfehlen Ihnen daher, dieses Potenzial frühzeitig in den Fokus zu nehmen und strategisch in die Transformation-Projekte einzubinden.

Autor

Michael Lattenkamp

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